Ein Ausbau kann sehr kostspielig sein. Viele Angebote diverser Ausrüster locken zum viel Geld ausgeben. So mussten auch wir Schwerpunkte festlegen, welche uns wichtig erschienen.
SchlafplatzAls Schlafplatz haben wir ein Dachzelt gewählt, nach hinten ausklappbar und mit Vorbau. Als Variante käme ein Pop Top ebenfalls in Frage. Ein Pop Top ist allerdings wesentlich teurer. Zudem ist das Dach nicht mehr allzu stark belastbar. Neben dem Dachzelt haben wir auf dem Dachträger immer noch zusätzlich Platz zur Verfügung. Für kalte Temperaturen haben wir eine Schlafmöglichkeit im Auto. Hier käme eine Standheizung in Frage.
Diesel und WasserDieselvorrat, Wasservorrat und Strom waren weitere wichtige Punkte, welche wir im Fahrzeug optimal integrieren wollten. Nebst dem Dieselhaupttank integrierten wir zwei Zusatztanks links und rechts am Radkasten (zusätzlich 120 Liter). Diesel können nun wir elektronisch mit einer Pumpe in den Haupttank umpumpen. Der Vorteil einer grossen Reserve liegt darin, dass wir unsere Strecken nicht nach den Tankstellen planen müssen (eine Tankfüllung ca. 2100 km). Die Wasserhandhabung planen wir ganz einfach: Wir haben drei Weithalskanister (je 22 Liter) und ein paar Wassersäcke. Dazu ein passendes Filtersystem von Katadyn. Die Kanister können jederzeit sehr gut gereinigt werden und sind einfach aufzufüllen. Und wenn wir uns über die Wasserqualität nicht sicher sind, haben wir einen Wasserfilter zur Hand. Wir verzichten deshalb bewusst auf eine fest eingebaute Wasseranlage.
StromversorgungAuf unserer Testfahrt haben wir zum ersten Mal auch gemerkt, wie wichtig eine gute Stromversorgung ist. Eine Zweitbatterie war bereits eingebaut. Ein intelligenter Solenoid steuert den Stromzufluss und sorgt dafür, dass die Batterie ständig aufgeladen ist. Bei Fahrzeugstillstand wird nur noch Strom von der Zweitbatterie bezogen, beispielsweise für eine Kühlbox. Der Solenoid funktionierte auf der Testfahrt noch nicht richtig. Die Zweitbatterie wurde nicht richtig aufgeladen. Ebenfalls haben wir gemerkt, dass wir zu wenig 12 Volt Steckplätze zur Verfügung hatten. Wir müssen deshalb noch Steckplätze nachrüsten. Ebenso benötigen wir einen Stromumwandler für unsere elektronischen Geräte (Handy, Laptop).
InnenausbauViele Gedanken haben wir uns um den Innenausbau gemacht. So mussten wir viele Ideen kombinieren um diese möglichst optimal umzusetzten. Folgende Punkte waren für uns wichtig:
- Schlafmöglichkeit im Innenraum
- Stauraum
- Flexibilität (vor allem mit Rako-Boxen)
- Stabilität (kein Rütteln)
- Verschiebbare Kühlbox
Aus zeitlichen Gründen haben wir uns dazu entschieden, den Ausbau in Auftrag zu geben. Schlussendlich haben wir uns für MWM Adventure Tools GmbH in Weiach entschieden.
Eine Schlafmöglichkeit im Innern kann für uns dann nützlich werden, wenn das Campieren zum Beispiel in Städten verboten ist, oder, wenn die Temperaturen tief sind.
Da wir einen Dreitürer Landy haben, bietet der Innenraum sehr viel Staumöglichkeit. Links und rechts sind abschliessbare Staufächer auf dem Radkasten befestigt, welche sehr viel Stauraum bieten. Wir wollten diesen Stauraum so optimal ausnutzen, dass kein Leerraüme entstehen. Die Stauräume sind mit Rako-Boxen kombinierbar. Rako-Boxen sind praktisch mit der Handhabung, können leicht verschoben und herausgenommen werden. Dann sollte die ganze Konstruktion noch zusammenhalten und vorallem nicht rütteln.
Denn Mittelgang haben wir durchgehend freigelassen. Wir kommen deshalb von vorne und hinten an unsere Sachen ran. Einzig die Kühlbox steht im Mittelgang. Diese ist auf Airline-Schienen montiert und beliebig verschiebar. An der Hecktüre ist der Zweiflammenkocher integriert. Von der Hecktüre aus können wir auf alltagliche Sachen (Lebensmittel, Wasser) bequem zugreifen, ohne in das Fahrzeug steigen zu müssen.
BergungVon zu vielen Geschichten haben wir schon gehört, wie Fahrzeuge stecken geblieben sind oder eine Panne hatten, und ein Weiterkommen ohne fremde Beihilfe nicht mehr möglich war. Eine weitere Priorität von uns war also dafür zu sorgen, dass wir in einem solchen Fall bestmöglich ausgerüstet sind. Glücklicherweise waren beim Autokauf Sandbleche, Wagenheber und Funk bereits dabei. Wir wissen aber noch nicht, ob wir den Funk mitnehmen werden. Zusätzlich konnten wir vier gebrauchte Mud Terrains kaufen. Ein Reserverad und ein Reifen haben wir zusätzlich besorgt. Glücklicherweise konnten wir eine gebrauchte Seilwinde einem Kollegen abkaufen. Als Alternative würde sich auch ein Habegger anbieten(seitliches Hinausziehen und wesentlich leichter).