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Hong Kong - Schweiz, 17.12. - 31.12.08 PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von Susanne Altorfer   
Freitag, 16. Januar 2009
Seit bald drei Wochen sind wir nun schon wieder zurück in der Schweiz und es ist schön!

Von Sydney flogen wir mit der Cathay Pacific Airlines nach Hong Kong. Die neun Stunden Flug vergingen wie im Flug :). Das neue Interieur und die tolle Boardunterhaltung hatten es uns angetan und wir wären noch einige Stunden sitzen geblieben. Hatten wir doch noch lange nicht alle Spiele ausprobiert.

Hong Kong City


Doch wir wollten ja auch noch Hong Kong erleben und so entschieden wir uns, mit dem Bus vom Flughafen Richtung City zu fahren.
Hong Kong war bis 1997 eine englische Kolonie und wurde erst damals als Geschenk China übergeben. Da Hong Kong aber immer noch sehr weit von der Regierung in Peking entfernt liegt, ist die Stadt relativ selbständig und unabhängig geblieben.
Auf engstem Raum leben in dieser Stadt über 7 Mio. Menschen zusammen. Viele neue Bürohochhäuser bilden die eindrückliche Skyline. Dazwischen gibt es aber immer noch viele alte Wohnhäuser. Genau dieses Gemisch macht die Stadt spannend. Kann man in top modernen Shoppingzentren zu horrenden Preisen einkaufen, erlebt man nur wenige hundert Meter dahinter ein  chinesischer Markt mit wohl meist kopierten, billigen Produkten.

Wir freuten uns jedenfalls sehr auf unser letztes Abenteuer und stürtzten uns ins Citylife.

Nach längerem Suchen und vielen Liftfahrten, hatten wir in einem riesigen, alten Block ein nettes Zimmerchen für einen akzeptablen Preis gefunden. Doch lange wollten wir nicht verschnaufen, wir freuten uns auf das Essen unten auf der Strasse. Nach so langer Zeit in "zivilisierten Städten" war Hong Kong wieder die reinste Wundertüte. Überall Leuchtreklamen, Läden mit den unglaublichsten Dingen, Restaurants und Essenstände, Märkte und natürlich viele, viele Chinesen.

Besonders spannend sind die vielen chinesisches Restaurant. Meistens sind die Gerichte  photographiert worden und somit kann man anhand eines Bildes sein Menü auslesen. Für uns "keine-Ahnung-von-chinesischen-Zeichen" Touristen eine gute Sache. Und natürlich gabs aus lauter Freude, dass sich ein Tourist ins Restaurant verlaufen hat, auch gleich eine Empfehlung vom Chef persönlich. Manchmal zwar eher undefinierbar, aber erstaunlich gut.

In den darauf folgenden Tagen schlenderten wir durch die City, besuchten Einkaufshäuser, assen Dim Sum, genossen die Aussicht vom Peak und fuhren mit einer langen Gondelbahn zur Buddha Statue. Immer wieder gab es etwas zu entdecken und wir staunten über die Vielfalt  der Stadt.

Einziger grosser Negativpunkt ist die grosse Luftverschmutzung. Laut einem Zeitungsbericht sterben monatlich 50 Personen an den Folgen der hohen Luftverschmutzung. Ebenfalls werden über 400'000 Arztbesuche verzeichnet. Erschreckende Zahlen, die aber nur schon bei einem kurzen Aufenthalt in der Stadt, nachvollziehbar sind. Nach einem längeren Spaziergang kratzt der Hals, die Nase fängt an zu laufen und die Weitsicht ist auch beim schönsten Wetter maximal auf 2 km begrenzt.

So war die Vorstellung mit dem nächsten Flugzeug in die klare und kalte Schweizerluft zu fliegen gar nicht soo schlimm. Wir fingen uns sogar an zu freuen!

Back home...


Für uns war es lange gar nicht wirklich vorstellbar, wie es dann wieder sein wird, in der Schweiz zu sein. Doch kaum zu Hause ist es schon fast, als wären wir gar nie weg gewesen (es geht wirklich schon fast beängstigend schnell).
 
Am Flughafen wurden wir von einem kleinen, aber feinen, Empfangskomitee willkommen geheissen. Daraufhin gings ziemlich direkt von Nachtessen, über Zmittags und Kaffeetassen von Verwandten zu Bekannten. Dazwischen standen ja auch noch die Weihnachtstag auf dem Programm wo wir unsere Familien geniessen durften. Und es gab sogar wieder einmal "Päckli" zum auspacken.

Dank der Hilfe der Daheim gebliebenen durften wir auch unsere Möbel schon wieder auspacken und eine kleine Wohnung in Maienfeld einrichten. Vielen Dank!
Ebenfalls hat sich für mich gleich eine Arbeitsstelle aufgetan und ich freue mich wieder in den Schulalltag einzusteigen.

Dank diesem gelungenen und schnellen Start ins "Leben daheim" werden wir uns schnell wieder in der gewohnten Umgebung zurecht finden.

Maienfeld - Sydney; Die Bilanz


Gerade mal 57 000 km und 520 Tage brauchten wir für die Strecke durch 15 Länder von Maienfeld nach Sydney.
Wir schauen schon jetzt mit einem "weinenden Auge" an diese wertvolle Zeit zurück. Wir sind froh, dass wir uns vor 1 1/2 Jahren dazu entschlossen haben, den Alltag los zulassen und einfach los zu fahren.
Trotz dem Krippeln im Bauch haben wir uns aber schnell ans Reisen gewöhnt und Heimwehattacken blieben fast gänzlich aus.
Immer wieder trafen wir tolle Leute. Ob Locals oder Reisende, Arm oder Reich... fast immer super Erfahrungen und spannende Kontakte. Auch wenns manchmal nur mit Händen und Füssen ging. Doch gerade diese kleinen Begegnungen sind uns immer noch in bester Erinnerung.
Mit einem vollen Rucksack von Erlebnissen und Erfahrungen, welche unser Leben extrem veredelt haben, sind wir nun in der Schweiz angekommen. Wir danken all den Menschen, die unsere Reise bereichert und uns aufgezeigt haben, wie man oft unter schweren Bedingungen und unabhängig von Geld, Macht und Gier ein einfaches und glückliches Leben führen kann. Deren positive Einstellung zum Leben und ihr Glaube an die Zukunft hat uns manchmal einfach überwältigt.

Was will man da auch noch erzählen. Es war einfach genial, wir würden es jederzeit wieder machen und empfehlen es allen weiter :)!!!

Und zum Schluss: es riiiese Merci a alli wo eus Begleitet hend!

Wir danken allen für das Mitverfolgen unserer Reise. Nie hätten wir gedacht, dass so viele Leute an uns und unserer Reise interessiert sind und haben immer wieder mit Erstaunen die Besucherzahlen angeschaut. Wahnsinn: bis heute über 32'000!!!
Die Seite werden wir noch aufgeschalten lassen. Ob es mal noch eine Präsentation gibt? Momentan steht es noch in den Sternen. Wer weiss.

PS: Für alle zukünftigen Reiselustigen versuchen wir in nächster Zeit unsere Homepage mit Kostenzusammenstellungen, Empfehlungen zu Reiselektüren, Schlafplätze etc. aufzuwerten.
 
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